Samstag, 3. September 2005
Graf Rotz
Wir saßen zusammen im Garten, eine schöne laue Spätsommernacht, das sollte man genießen. Früh weg waren sie alle und meine erste Idee gegen Alleinsein und Langeweile war die Suche nach etwas süss-essbarem.

Vor der Wohnungstür wartete mit großen Augen Graf Tinky und maunzte mich vorwurfsvoll an. Er habe doch soooo einen Hunger und wurde sooo lange nicht mehr beachtet. Kurz vorher ward er noch im Garten gesehen, auf Jagd nach einer wild fiependen Spitzmaus, keine Anzeichen von Hunger oder Aufmerksamkeitsdefizit.

Nun - Maus weg, Lividus da. Tür auf und Kater laut schmatzend über dem Futternapf. Danach die dringende Aufforderung zur fremdgesteuerten Körperpflege. Also Bürste raus und den Katzenkörper unter wildem Schnurren bearbeitet.

Danach noch eine Einheit mit-Zeigefinger-unterm-Kinn-Kraulen, dann ein eindeutiger ich-will-jetzt-alleinsein-Blick, kurz die wichtigsten Spuren der Jagd und des ausgiebigen Mahls aus dem Fell geputzt, dreimal im Kreis gedreht, Augen zugemacht und in Kater-Morpheus-Arme gefallen, ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen.

Tja, Katze muss man sein. Andere Leute nur mit Blicken steuern und ihnen danach den Rücken zuweden, und sie dabei noch glücklich machen und ihnen putzige Wörter in Babysprache entlocken. Verlockend!

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Das hab ich mir auch schön öfter mal gedacht, wenn ich dabei zugesehen hab, wie Kuh oder Tiger sich wohlig räkelnd ausstrecken und scheinbar zufrieden mit sich und der Umwelt sind. Und selbige allein durch das bisschen Aufmerksamkeit oder auch mal Kratzbürstigkeit, die sie einem schenk(t)en, glücklich machen können. Einfach nur da sein, lieb schnurren und seinem Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern...

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Argh! Und das Biest treib mich soweit, dass ich mich freiwillig mit seinen Allergenen überschütten lasse und mein Immunsystem grad ne kleine Party feiert *schnief*

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Dafür ist er aber da, wenn man(n) meint, von der Welt verlassen zu sein oder einfach nur die Schnauze voll von allem und jedem hat. Plötzlich, kommt von irgendwoher ein Fellknäuel und zeigt einem, dass es doch so schlimm garnich sein kann...

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Genau - schnurrend geht die Welt zu Ende. Und soland der Dosenöffner noch funktioniert ist das noch lang hin ;-)

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